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100 Jahre Lions International: Positive Bilanz auch in Dortmund

Weltweit wird in diesen Tagen das 100-jährige Bestehen der Lions-Organisation begangen. Auch für die Lions Clubs in Dortmund ist das internationale Jubiläum Anlass, die eigene lokale Arbeit im Sinne des Gemeinwohls zu reflektieren.

Begonnen hat alles im Juni 1917 in Chicago, als der Geschäftsmann Melvin Jones den ersten Lions Club gründete. Die Mitglieder sollten sich nicht nur ihren geschäftlichen Themen widmen, sondern sich besonders auch für die Verbesserung des Gemeinwesens und die Unterstützung bedürftiger Menschen einsetzen. Inzwischen folgen 1,4 Millionen Mitglieder in über 200 Ländern dieser Idee und machen damit Lions International zu einer der größten Service-Club-Organisationen weltweit.

Wesentliche aktive Einheit sind dabei die örtlichen Clubs, die sich vor allem lokal engagieren. In Dortmund begann diese Lions-Geschichte mit der Gründung des ersten Clubs 1954. Heute sind es neun Clubs, in denen rund 380 Mitglieder – jedes siebente davon eine Frau – in freundschaftlicher Verbundenheit zur Lösung sozialer Probleme und zur Linderung von Notlagen in ihrem Umfeld beitragen wollen.
Ansatzpunkte für Hilfen gibt es besonders in Dortmund mit seinen spezifischen Problemen reichlich. Jeder Club setzt hier seine eigenen Schwerpunkte, unterstützt bestehende Einrichtungen oder entwickelt ggf. mit Partnern eigene Projekte. Dabei stehen besonders häufig Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen und Hilfen zu ihrer besseren Bildung und Integration im Focus. Auch spezifische Projekte für Frauen und Mütter in Not finden sich bei fast allen Clubs. Einen hohen Stellenwert haben weiter die Situation Wohnungsloser in der Stadt und Hilfen für psychisch Erkrankte.

Geholfen wird vor allem finanziell: Alle neun Dortmunder Lions Clubs zusammen stellen jährlich rund 200.000 € für gemeinnützige Zwecke in Dortmund zur Verfügung – Geld aus Spenden, aber auch besonderen Aktionen wie Benefizkonzerten, Tanzpartys oder Glühweinverkauf auf dem Weihnachtsmarkt. Im Bedarfsfall werden aber auch geförderte Einrichtungen und Projekte fachkundig beraten und begleitet. Schließlich gehört auch Motivation zum „Programm“ – vor allem der Appell an die Bürger und Gesellschaft der Stadt, sich mit den sozialen Problemen zu befassen, mit Betroffenen zu sprechen und so nicht nur durch finanzielle Hilfen Empathie und Anteilnahme für sozial schwächere Gesellschaftsgruppen zu zeigen.

Die Lions Clubs helfen aber nicht nur lokal im Umfeld ihrer Clubs, sie schauen auch über den Tellerrand und helfen national und international. Akute Notlagen wie Naturkatastrophen in meist unterentwickelten Ländern sind ein Anlass hierfür, aber auch zentrale Vorhaben der Gesamtorganisation. Ein herausragendes nationales Lions-Projekt ist die Komplettierung des Friedensdorfs in Oberhausen mit neuen Häusern, sodass auch weiterhin verletzte Kinder aus Kriegsgebieten ausgeflogen und hier in Deutschland medizinisch versorgt werden können. International hat sich Lions besonders dem Kampf gegen die vermeidbare Blindheit verschrieben; aus Spendengeldern werden beispielsweise Augenkliniken in Afrika gebaut und Augenärzte ausgebildet. Auf Grund der vielen internationalen Hilfsprojekte erhielt Lions 1948 als NGO (Nicht-Regierungsorganisation) Beraterstatus bei der UNO.